Bürgermeisterin setzt auf Sparen zu Lasten der Vereine

Die Gemeinde Wilnsdorf soll spätestens ab dem Jahr 2022 einen strukturell ausgeglichenen Haushalt aufweisen. Dieses Ziel hat sie die große Mehrheit im Rat der Gemeinde Wilnsdorf einschließlich der SPD gegeben. Dieses Ziel wird mit Nachdruck verfolgt und es konnten schon viele Erfolge verbucht werden. Das Defizit der Gemeinde Wilnsdorf ist in den letzten Jahren stark gesunken und beträgt für den aktuellen Haushalt noch 800.000,- Euro. Zum Vergleich lag das Defizit vor gerade mal drei Jahren noch bei 4,2 Millionen Euro.
In der letzten Zeit scheint jedoch der Eindruck zu entstehen, dass insbesondere die Bürgermeisterin die Gemeinde Wilnsdorf zu Tode sparen möchte. Simple aber wichtige Anträge, wie zum Beispiel der Antrag der SPD auf Öffnung der Turnhallen für Vereine auch an Wochenenden, wurde mit dem Argument „dies sei zu teuer“, abgelehnt. Wie man sich unschwer denken kann, sind die Kosten für die Nutzung der Turnhallen an Wochenende nicht höher als für die Nutzung in der Woche. Weder ging es bei dieser Entscheidung um den Neubau einer Turnhalle, noch um kostspielige Renovierungen. Den Vereinen sollte einzig die Möglichkeit eröffnet werden, auch an Wochenenden die Turnhallen für Training oder Veranstaltungen nutzen zu können.
Der Rat der Gemeinde Wilnsdorf hat sich auf die Fahne geschrieben, den nachkommenden Generationen eine finanziell handlungsfähige Kommune zu überlassen. Dies darf jedoch nicht dazu führen, dass den nachfolgenden Generationen eine Kultur- und Vereinslandschaft hinterlassen wird, die kaum noch in der Lage ist ihrer gesellschaftlichen Verantwortung nachzukommen. Die Kultur- und Sportverein sind seit einigen Jahren durch die Hallennutzungsgebühren, die vermehrte Erhebung von Gebühren für Bürgerhäuser und weitere gemeindliche Kosten eh schon stark durch die Gemeinde Wilnsdorf belastet, nun jedoch mit dem Argument des Sparens diesen die Möglichkeit der Erhaltung eines attraktiven und reichhaltigen Angebots weiter zu erschweren, ist der falsche Weg.
Die Gemeinde lebens- und liebenswert zu erhalten muss Ziel sein, nicht Sparen auf Kosten der kulturellen und sportlichen Angebote. Die Bürgermeisterin handelt hier eher wie eine Kämmerin, die nur darauf bedacht ist das Geld zu hörten und vergisst dabei, dass es auch um politisches Gestalten geht.